Vorheriger Vorschlag

Variante 1: Punkthäuser

- Gebäudekörper in kleinem Maßstab
- Reihung in Anlehnung an die bisherige Bebauung
- Sehr flexible Grundrissbildung durch Überecklage der Wohnungen
- Hoher Anteil nicht überbauter Tiefgaragenflächen

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Nächster Vorschlag

Variante 3: Blockrand

- Straßenparallele Fassaden fassen den Straßenraum
- Durchwegung zum Spielplatz durch das Gebäude möglich
- Buche kann erhalten bleiben
- Gutes Verhältnis von Fassade zu Grundfläche
- Große Dachterrassenflächen

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Variante 2: Solitär

- Gebäudekörper bestehend aus je zwei ineinander geschobenen Quadraten
- Effektive Grundrissgestaltung
- Gutes Verhältnis von Fassade zu Grundfläche
- Buche bleibt erhalten
- Aufweitung zwischen den Gebäuden als Platzfläche und Verbindung der Straße Am Stadtgarten zum Spielplatz
- 32 % der Grundstücksfläche überbaut

Um den Konzeptplan und die Visualisierung der Variante 2 anzuschauen, klicken Sie auf die unten angezeigten Bilder:

Was gefällt Ihnen an dieser städtebaulichen Variante? Wo sehen Sie Verbesserungsbedarf? Welche Anregungen möchten Sie geben?

Kommentare

Es ist für mich selbstverständlich und gut, dass die WWG die Grenzen ihres eigenen Grundstückes akzeptiert und dort auch nicht beabsichtigt einen Wohnsilo-Klotz mit vielen Wohnungen
aber wenig Lebensqualität hinzustellen.
Die mittlere Variante V2 , das „Solitär“-Duo stellt wohl nicht nur für den Architekten den goldenen Mittelweg von den 3 Varianten dar.
Entscheidend u.a. für die Durchlässigkeit auch des Wassers unter der Erdoberfläche wäre, dass die Tiefgaragen der 2 Häuser auch solitär, d.h. ohne eine unterirdische Verkehrsverbindung zueinander, gebaut werden.
Das Überleben der Buche wäre so langfristig gesichert.
Es wäre ökologisch sinnvoll, den Verkehr aus der Tiefgarage der Maritim-Residenz ähnlich direkt wie jetzt auch in Richtung Bad Honnef zu leiten, um unnötige Umwege und dadurch bedingte Lärm- und Abgasemissionen zu vermeiden.
Es kam mir nämlich so vor, als ob die Planer die Straße "Am Stadtgarten" mindestens zum Teil für den Kfz-Verkehr sperren wollen.

Ich habe im Nachgang erfahren, dass östlich vom bisher zu entwickelnden Baufeld ein weiterer Gebäuderiegel direkt an der Bahn entstehen wird, der das Quartier vor Lärm schützt. Damit erledigt sich meine Sorge, dass die Wohnungen der 2. städtebaulichen Variante und der Innenhofbereich zum Spielplatz zu stark verlärmt wären, um eine hohe Nutzungsgüte zu erzielen. Insofern begrüße ich städtebaulich die 2. Variante, da sie einen Platzcharakter zur dann als gemeinsamen Wohn- und evtl. Spielstraße zu nutzenden Bereich schafft. So kann das gesamte städtebauliche Ensemble als ein Quartier gestaltet werden. Bei meiner zuvor angebrachten Meinung zu den Flachdächern bleibe ich jedoch. Die Umgebung hat viele Satteldächer und Mansardendächer vorzuweisen. Ich würde hier über moderne Formen von Sattel-, Mansard-, oder Pultdächern nachdenken. So müssen evtl. Solarmodule dann nicht aufgestellt werden, um eine hohe Ausnutzung erreichen zu können. Ausserdem könnte Königswinter dann einen Kontrapunkt setzen zu den ewig gleichen 3 Geschosse plus Flachdach Kuben, die in letzter Zeit überall exzessiv gebaut werden.

Wir bevorzugen die Variante 2, da hier die große Buche erhalten bleibt und der Gesamtbau einen offenen Charakter erhält ohne dabei in die kleinen Würfel der Variante 1 zu zerfallen.
Zur Idee eines autoarmen Quartiers: Es ist grundsätzlich zu begrüßen, die Stadtplanung nicht zu stark auf den individuellen Autoverkehr hin auszurichten. Hier handelt es sich jedoch um eine Wohnsiedlung am Rand eines kleinen Ortes ohne nennenswerte Einkaufsinfrastruktur in erlaufbarer Nähe und sicherlich werden fast alle Bewohner ihren Arbeitsplatz nicht zu Fuß erreichen. Entsprechend erwarte ich eine hohe Anzahl an PKW, die in der Umgebung nach Parkplätzen suchen und die ohnehin angespannte Parksituation noch verschärfen. Deshalb sollte die Tiefgarage großzügig bemessen sein.

Die Version 2 "Solitär" wäre als Alternative denkbar, jedoch wirken die Baukörper schon deutlich mächtiger. Dem potentielle Erhalt der einen Buche daher aus meiner Sicht hinter den Argumenten für Variante 1 zur parkähnlicheren Bebauung und der sozialen Potentiale zurück. Zudem kann bei einer solchen Baumaßnahme nie sicher ausgeschlossen werden, daß dieser Baum durch die Arbeiten selbst oder z.B. aufgrund einer veränderten bodenhydraulischen Situation nicht doch Schaden nimmt und letztendlich früher oder später doch entfernt werden muss.

An die WWG

Betr.: Rückmeldung zu dem geplanten Bauvorhaben ‚Am Stadtgarten‘

Sehr geehrte Damen und Herren,
als Mitglied der Bürgerinitiative zur Erhaltung der Grünflächen ‚Am Stadtgarten‘ haben wir durch großes Engagement im letzten Jahr glücklicherweise erreichen können, dass die Parkanlage sowie der Spielplatz für Einwohner als auch zureisende Touristen erhalten bleibt.

Was nun Ihr geplantes Bauvorhaben betrifft, so kommt für uns in diesem Zusammenhang lediglich die Variante 2 (Solitär) in Frage. Es bleibt dabei nicht nur die alte, ehrwürdige Buche erhalten, sondern diese Planung passt durch ihre aufgelöstere Struktur(„Aufweitung zwischen den Gebäuden“) besser in das Stadt- und Landschaftsbild und bietet zudem den künftigen Bewohnern dadurch auch ein angenehmeres, attraktiveres Wohnambiente und ist, wie Sie selbst schreiben, eine „effektive Grundrissgestaltung“ bei vergleichsweise wenig Überbauung.
Was wir trotz Teilnahme am Bürgerdialog (18.03.) nicht ausfindig machen konnten ist, wo die geplante Tiefgarage entstehen soll. Denn die Zusage, dass keine Bäume gefällt werden ist in dem Moment hinfällig, wo den Bäumen von unten ihr Wasser abgegraben wird und sie daraufhin eingehen. Der Bau einer Tiefgarage direkt unter der Parkanlage würde genau dazu führen.
Insofern bitten wir Sie, dies bei der Erstellung des von Ihnen zugesagten hydrogeologischen Gutachtens zu berücksichtigen und uns, nach Erstellung eines solchen, Einblick zu gewähren.

Grundsätzlich bleibt die Frage, wozu es überhaupt eine Tiefgarage geben soll? Die Zielgruppe soll ja laut Ihrer Aussagen hauptsächlich geförderter Wohnungsbau sein.
Zudem war Ihnen die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wichtig und, nicht zu vergessen, planen Sie laut Flyer ein „autoarmes Quartier“.
Wie passt das dann überhaupt zusammen?

Bis wann dürfen wir eine Klärung unserer Fragen bzw. eine Rückmeldung Ihrerseits erwarten?

Freundliche Grüße,
Sandra Mechlinski und Claudia Lindberg

Redaktionskommentar

Guten Tag Frau Mechlinski, Frau Lindberg,

herzlichen Dank für Ihren detaillierten und konstruktiven Beitrag. Zu Ihre Fragen haben wir die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft mbH der Stadt Königswinter kontaktiert und bereits eine Antwort erhalten:

Der Eingang der Tiefgarage ist am südlichen Ende des Plangebietes geplant. Gegebenenfalls würde auch am nördlichen Ende des Plangebietes eine Ein-, bzw. Ausfahrt verwirklicht, aber eine genaue Aussage darüber können wir am jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben. Die Tiefgarage würde sich nur auf dem Grundstück der WWG befinden und nicht unter dem Park gebaut.

Die Tiefgarage ist Aufgrund der Bauordnungsrechtliche nachzuweisende Anzahl an Stellplätzen geplant. Es ist davon auszugehen, dass bei den 36 Wohnungen mindestens für die Hälfte der Wohnungen Stellplätze nachgewiesen werden müssen. Diese Stellplätze wollten wir nicht oberirdisch realisieren, weil sie die Aufenthaltsqualität der Grünanlagen bzw. der Freiflächen beeinträchtigen würde.

Ich hoffe, das klärt Ihr Anliegen. Bitte lassen Sie uns wissen, wenn es noch Rückfragen gibt oder Sie weitere Anregungen haben.

Mit freundlichen Grüßen
Julia DiMauro (aus der Moderation)

Gefällt mir am besten,
1.) Buche bleibt erhalten
2.) Offener, mehr Raum zwischen den Gebäuden und passt besser in die Umgebung!

Redaktionskommentar

[Der folgende Hinweis wurde per E-Mail eingereicht und nachträglich durch die Moderation eingepflegt]

Erlauben Sie mir die Anmerkung zur Variante 2: Diese wird favorisiert, da auch der Baum der über 80 Jahre alten Buche erhalten bleiben kann.

Generell ist beim Bauen darauf zu achten, dass Kaltluftströme nicht unterbrechen werden. Dies ist unter den derzeitigen und zukünftig zu erwartenden klimatischen Bedingungen besonders wichtig. Auch die global einzuhaltende Reduktion des CO2 Ausstoßes muss eingehalten werden. Deshalb fordern wir erneut den Erhalt und die Pflege des die geplanten Bauten umgebenden Stadtgartens, insbes. der Bäume. Zudem tragen die Bäume mit ihrem Laub zum Abfangen des durch Bahn und Bundesstraße erzeugten Feinstaubs bei.

Sehr geehrte Damen und Herren,
leider konnten wir uns nicht am „Digitalen Bürgerforum“ am 18.03.2021 beteiligen. Dennoch würden wir gerne unsere Ansicht zum geplanten Bauvorhaben zum Ausdruck bringen.
Gratulieren möchten wir zu der Lösung, den Stadtgarten – Park im Ganzen bei allen 3 Varianten zu erhalten. Das ist unserer Meinung nach eine ganz wichtige Voraussetzung.
Von den 3 vorgestellten Vorschlägen liegt unsere Präferenz mit weitem Abstand bei der Variante 2 „V2 Solitär“, gefolgt von Lösung 1 „V1 Punkthäuser“. Den Vorschlag 3 „V3 Blockrand“ lehnen wir rundweg ab (nicht mehr zeitgemäß, Abschottung, zu viel Flächenüberbauung).
V2 Solitär bietet eine aufgelockerte Bebauung, weitgehenden Erhalt des Baumbestandes, großzügige Aufweitung zwischen den beiden Gebäuden und eine gute Verbindungsmöglichkeit zur Straße am Stadtgarten an. Eindeutig unsere Präferenz!
Wir bitten Sie unseren Kommentar bzw. unsere Bewertung mit in ihre Entscheidung einfließen zu lassen.
Mit freundlichen Grüßen

Inge & Wilfried Müller

An die WWG

Diese Variante wird favorisiert, da auch der Baum der über 80 Jahre alten Buche erhalten bleiben kann.
Weitere Fragen sind entstanden:
Beeinträchtigen die geplanten Tiefgaragen den dort bestehenden alten Baumbestandes (Wasserhaushalt, Wurzelwerk)?
Dazu müßte bekannt sein, wo die Tiefgaragen gebaut werden und wie tief diese ins Erdreich geplant sind.
Wie groß ist die Fläche der Tiefgarage?
Es ist immer die Rede von 50 % öffentliche Wohnungen. Woraus bestehen die restlichen 50 %? Sozialwohnungen?
Welche Häuser sind frei für die Öffentlichkeit verfügbar?

Für die Klärung der Fragen wäre ich Ihnen dankbar.
Bis wann dürfen wir eine Klärung unserer Fragen bzw. eine Rückmeldung Ihrerseits erwarten?

Freundliche Grüße,
Birgit Simon

Redaktionskommentar

Guten Morgen Frau Simon,

vielen Dank für Ihre Teilnahme am Dialog. Zu den oben genannten Fragen haben wir folgende Antworten der WWG erhalten:

1. Die geplanten Tiefgaragen werden den alten Baumbestand nicht beeinträchtigen.
2. Die Tiefgaragen werden ausschließlich unter dem Grundstück der WWG gebaut werden.
3. Die Fläche der Tiefgarage ist noch nicht definiert.
4. Öffentlich geförderte Wohnungen entsprechen dem aus den 70er Jahren stammenden „Sozialwohnungen.“
5. Diese Frage erfordert eine andere Formulierung, bevor sie beantwortet werden kann.

Mit freundlichen Grüßen
Julia DiMauro (aus der Moderation)

Von allen drei varianten ist es die, die am lockersten wirkt und sich am besten noch in die Umgebung einpasst. Je größer die Häuser, desto unpersönlicher wird das Wohnen. Werden in allen Häusern die frei vermietbaren Wohnungen und die geförderten Wohnungen jeweils zur Hälfte vorhanden sein?

Für wie viele Autos soll die Tiefgarage geplant sein?
Wer soll sich um das Carsharing kümmern, die WWG, ein privater Betreiber? Gibt es hierzu eine Berechnung der Rentabilität und eine Bedarfsanalyse? Ein paar Bewohner werden nicht reichen, um das Projekt am Laufen zu halten.
Silke Becker für die Bürgerinitiative zur Rettung des Stadtgartens.

Redaktionskommentar

Hallo Frau Becker,

vielen Dank für Ihre Hinweise und Fragen.

Bezüglich der Tiefgaragen ist es davon auszugehen, dass bei den 36 Wohnungen mindestens für die Hälfte der Wohnungen Stellplätze nachgewiesen werden müssen.

Zum jetzigen Planungsstand sind Aussagen zu der Aufteilung der Wohnungen und zur Umsetzung des Carsharings noch nicht möglich.

Mit freundlichen Grüßen
Julia DiMauro (aus der Moderation)

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